My mind, my thoughts, my words

Rot

Ich liege in meinem triefenden Bett. Die Flüssigkeit hat sich tief in das Leinen gesogen. Es kühlt meine erhitzte Haut. Ich liege mit ausgestreckten Armen, da. Starre in deine nackten Augen. Schließe die Meinen. Fühle nichts als Schmerz. Schreie. Du umschlingst mich mit deinen mächtigen Armen, hüllst mich in deinen Schatten, spießt mich auf mit deiner Männlichkeit. Ermattet lieg ich da, alleine. Das Gesicht mit Tränen verschmiert. Das Laken in Nässe getränkt. Du streichst mir mit deinen Fingerspitzen die Brüste hinunter, bis zu meinem Bauchnabel. Küsst mich. Extase erfüllt jede meiner Zellen. Ich schreie. Die Schmerzen ziehen sich immer tiefer in mein Fleisch. Du streichelst zärtlich mein Gesicht. Mein Körper pulsiert, mein Herz rast, ich spüre den Puls in jeder Pore. Deine Hände sind kalt, deine Brust ist kalt, deine Füße sind kalt. Du bist kalt. Ich spanne meine Muskeln an. Die Qualen foltern meine Kapazität. Schweiß löst sich in der Röte auf. Ich schließe meine Augen. Dein Atem ist fern. Mein Atem wird ferner. Ich kann dich nicht berühren. Nicht mehr. Das rote Bett verschmilzt mit meiner leeren Hülle. Der Tag wird zur Nacht.

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This entry was posted on 13/03/2011 by in Creative Writing, in German, Literature and tagged , , , , , .
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